Beim 9. IBK-Preis erreicht «find help» den 3. Platz in der Kategorie «Gesundheit 4.0». Die Preisverleihung fand im Rahmen der Internationalen Bodensee-Konferenz (IBK) statt.
Die IBK vereint Kantone, Bundesländer und Regionen rund um den Bodensee und fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Bereichen wie Gesundheit, Bildung und Soziales. Die Ehrung würdigt Projekte, die Digitalisierung gezielt für Prävention, Gesundheitsförderung und soziale Unterstützung einsetzen.
Orientierung schaffen, bevor Belastungen zunehmen
«find help» entstand aus einer konkreten Herausforderung: Unterstützungsangebote in der Bodenseeregion waren über zahlreiche, oft unvollständige oder veraltete Verzeichnisse verteilt. Sowohl Betroffene als auch Fachpersonen hatten kaum einen verlässlichen Überblick. Viele Angebote wurden deshalb zu spät gefunden oder gar nicht genutzt.
Hier setzt «find help» an. Die Plattform bündelt Angebote aus Gesundheit und Sozialem in einem zentralen, qualitätsgesicherten Verzeichnis und macht sie niederschwellig zugänglich. Über Suchbegriff, Wohnort und Filter finden Menschen schnell passende Unterstützung – einfach, barrierearm und ohne Umwege.
Heute vereint «find help» über 5’800 geprüfte Angebote in einer laufend aktualisierten Datenbasis. In den vergangenen zwölf Monaten nutzten rund 95’000 Menschen das Suchtool.
Eine gemeinsame Infrastruktur statt paralleler Lösungen
Ein zentraler Aspekt von «find help» ist der gemeinsame Infrastrukturansatz: Statt Verzeichnisse und technische Lösungen mehrfach zu entwickeln, können Kantone und Regionen dieselbe Grundlage gemeinsam nutzen und weiterentwickeln. Die Plattform ist modular aufgebaut und lässt sich direkt in bestehende Websites integrieren – etwa von Kantonen, Gemeinden oder Fachstellen. Dadurch ist Unterstützung genau dort verfügbar, wo Menschen ohnehin nach Informationen suchen. Heute nutzen sechs Schweizer Kantone, das Fürstentum Liechtenstein sowie der Landkreis Ravensburg dieselbe Lösung. Weitere Regionen befinden sich bereits im Aufbau.
Die hilfesuchende Person im Zentrum
«find help» folgt einem klaren Paradigmenwechsel: Nicht Organisationen oder institutionelle Strukturen stehen im Mittelpunkt, sondern die hilfesuchende Person und der möglichst einfache Zugang zum passenden Angebot. Davon profitieren auch Fachpersonen. Sie finden schneller geeignete Angebote, reduzieren den Suchaufwand und können Informationen direkt weitergeben.
Anerkennung für länderübergreifende Zusammenarbeit
Die Auszeichnung durch die IBK zeigt, welches Potenzial in gemeinsamer digitaler Infrastruktur und grenzüberschreitender Zusammenarbeit liegt. Der 3. Platz in der Kategorie «Gesundheit 4.0» ist deshalb auch eine Anerkennung für die partnerschaftliche Zusammenarbeit über Kantons- und Landesgrenzen hinweg.
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